Inhalt:
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Aus dem Abschiedsbrief von Oskar Brüsewitz an seine Familie:
"Ich habe mich lange durchgerungen und bin nun auch froh darüber, für meinen König und Feldmarschall in dieser so scheinbar friedlichen Welt ein Zeichen aufzurichten ... Über mich sollt Ihr nicht trauern, denn nun soll ich den schauen, den ich sehr geliebt habe ... sorgen wird für uns ein Besserer und Stärkerer ...
Es soll nun die Stunde kommen, wo unsere Freude gemeinsam vollkommen ist ...
Jetzt schon freue ich mich, mit meinem König und den Heiligen in Christus ganz vereint zu sein ...
Gott segne Euch sehr, das ist mein Gebet und Anliegen und führe uns alle zusammen ...
Euer Vati."
Der Abschiedsbrief von Pfarrer Brüsewitz an die Pfarrbrüder:
"An die Schwestern und Brüder des Kirchenkreises Zeitz
Liebe Brüder und Schwestern,
es ist mir sehr schmerzlich, Euch allen die Schande zuzumuten. Ich habe mich zu dieser Tat langsam durchgerungen. Nach meinem Leben habe ich es nicht verdient, zu den Auserwählten zu gehören. Meine Vergangenheit ist des Ruhmes nicht wert.
Umso mehr freue ich mich, daß mein Herr und König und General mich zu den geliebten Zeugen berufen hat.
Obwohl der scheinbar tiefe Frieden, der auch in die Christenheit eingedrungen ist und zukunftsversprechend ist, tobt zwischen Licht und Finsternis ein mächtiger Krieg.
Wahrheit und Lüge stehen nebeneinander.
Ich grüße Euch alle sehr.
Ich liebte Euch, auch Bruder Hildebrandt.*)
Euer Oskar
In wenigen Stunden will ich erfahren, soll ich erfahren, daß mein Erlöser lebt."
*) Superintendent Hildebrandt war Brüsewitz’ Vorgesetzter.
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